Freiwillige Feuerwehr Rot am See

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Sicherheitstipps

Hier finden Sie Informationen zu...

  • Notruf absetzen
  • Verhalten im Brandfall
  • Rauchmelder
  • Fettbrand
  • Feuerlöscher
  • Informationen zum Eichenprozessionsspinner

 

Notruf absetzen

Bei jedem Unfall oder Brand gilt:

  • Ruhe bewahren!
  • Setzen Sie so schnell wie möglich den Notruf 112 ab.
  • Beantworten Sie die Fragen des Mitarbeiters der Rettungsleitstelle.
  • Sprechen Sie langsam und deutlich!

 

Das Gespräch wird grundsätzlich von der Leitstelle beendet, denn unter Umständen hat diese noch weitere Fragen.


Verhalten im Brandfall

Im Brandfall ist richtiges Verhalten gefragt! Bereits kurze Zeiträume entscheiden über Leben oder Tod. Oft ist hierbei nicht das Feuer die größte Gefahr, sondern der Rauch. Bereits nach drei Minuten kann das Einatmen des Rauches tödlich werden. Aus diesem Grund ist die Installation von Rauchmeldern sehr sinnvoll und lebensrettend. Sollte einmal ein Brand entstehen, so halten Sie sich an folge Regeln:

  1. Ruhe bewahren! - Bewahren sie Ruhe und beruhigen Sie ggf. andere Personen.
  2. Notruf absetzen! - Setzen Sie den Notruf unter de Rufnummer 112 ab!
  3. Umfeld informieren! - Informieren und retten Sie ggf. andere Personen aus dem Gefahrenbereich. Bringen Sie sich jedoch nicht in Lebensgefahr!
  4. Feuer bekämpfen! - Bekämpfen Sie falls möglich den Entstehungsbrand z.B. mit Hilfe von Feuerlöschern oder Löschdecken. Achten Sie auf den Eigenschutz!
  5. Flucht! - Verlassen Sie das Gebäude über die gekennzeichneten Rettungs- oder Fluchtwege! Schließen Sie alle Türen und Fenster, meiden Sie auf jeden Fall verrauchte Räume und Gänge. Falls eine Flucht nicht möglich ist, verbarrikadieren Sie sich in einem Zimmer und machen sich über das Fenster bemerkbar!
  6. Feuerwehr einweisen! - Informieren Sie die Feuerwehr über vermisste Personen und den Brandherd!

 

Grundsätzlich gilt: 
Menschenrettung geht vor Sachrettung!
 

Rauchmelder retten Leben!

Jedes Jahr kommen in Deutschland bei Bränden in Wohnungen über 800 Menschen ums Leben, mehr als 5000 erleiden Verletzungen. Hinzu kommen Schäden in Milliardenhöhe. Zwei Drittel der Brandtoten kommen hierbei in den Nachtstunden ums Leben.

Viele Menschen glauben Umfragen zufolge, dass es sie nicht trifft, dass sie rechtzeitig wach oder geweckt werden. Dies ist leider ein weit verbreitetes Irrtum. Oftmals sind die Wohnungen bereits mit dem gefährlichen Brandrauch gefüllt, bevor jemand von außerhalb das Feuer bemerkt. Der heiße Brandrauch enthält aufgrund der Verbrennung zahlreicher Kunststoffe unzählige giftige Gase wie Kohlenmonoxid, Salzsäure und Blausäure. Bereits nach wenigen Atemzügen tritt eine tödliche Rauchvergiftung ein, ohne dass die Opfer von dem Rauch geweckt werden.

Durch Rauchmelder kann man sich allerdings auf günstigem Weg den entscheidenden Zeitvorsprung verschaffen, um rechtzeitig sich und seine Familie vor dem Rauch und den Flammen in Sicherheit zu bringen. Der Rauchmelder erkennt auf optischem Wege den Rauch, und weckt durch einen lauten und schrillen Ton. In den USA sind Rauchmelder in 93% der Haushalte installiert, dadurch konnte die Zahl der Brandopfer um 40% verringert werden. In England und den Skandinavischen Ländern in denen Rauchmelder ebenfalls weit verbreitet sind, ist der selbe positive Effekt zu beobachten. In Deutschland dagegen ist die Verbreitung mit 5% noch sehr gering. Dabei kann durch eine relativ kleine Investition nicht nur Leben gerettet werden. Durch die rechtzeitige Alarmierung der Feuerwehr werden außerdem die Sachschäden geringer.

In jeder Wohnung sollte mindestens ein Rauchmelder vorhanden sein. Ein zentral gelegener Raum, z.B. ein Vorraum, ist die günstigste Stelle einen Rauchmelder anzubringen, aber auch im Schlafbereich selbst, falls dort elektrische Geräte benutzt werden. Zwischen Wohn- und Schlafbereich installiert, alarmiert der Signalton Schlafende auch bei geschlossenen Zimmertüren. In mehrstöckigen Gebäuden empfiehlt es sich, pro Stockwerk mindestens ein Warngerät vor dem Schlafbereich zu montieren. Kinderzimmer sind optimalerweise durch ein zusätzliches Gerät zu schützen. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad oder der Heimwerkstatt sollte auf eine Installation verzichtet werden, weil dort Staub und Wasserdämpfe zu Fehlalarmen führen können. Die Möglichkeit die Sensoren der Rauchmelder untereinander zu verbinden erreicht eine höhere Sicherheit. Löst ein Rauchmelder Alarm aus, ertönt das Warnsignal ebenfalls über alle angeschlossenen Melder. Rauchmelder sind an der Decke in der Mitte eines Raumes anzubringen. Dort gewährleisten sie im Falle eines Feuers eine bestmögliche Frühwarnung. Die Montage von Rauchmeldern ist ohne großen Aufwand mit wenigen Handgriffen zu bewältigen.

Beim Kauf von Rauchmeldern sollte man auf geprüfte Melder mit dem VdS-Zeichen achten. Bei nicht geprüften Modellen kann die Empfindlichkeit durch Schmutz und Alterung nachlassen. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlauslösung. Der Rauchmelder sollte Batteriebetrieben sein, um auch bei einem Stromausfall seine Funktion wahrnehmen zu können. Rauchmelder erhalten Sie im Elektrofachhandel.

Bei weiteren Fragen wenden sie sich an Ihre Feuerwehr, Ihre Versicherung oder an den Fachhandel.

 

 

Weitere Tipps und Infos zum Thema Rauchmelder auch unter:

www.rauchmelder-lebensretter.de


Fettbrand

Die zunächst kleinen und harmlos erscheinenden Flammen eines Fettbrandes werden in ihrer Wirkung leicht unterschätzt. Daher reagieren viele Menschen instinktiv falsch und löschen das brennende Fett in der Pfanne oder Fritteuse mit Wasser. Dies hat fatale Folgen. Wird nun versucht das brennende Fett in der Pfanne mit Wasser zu löschen, verdampft das Wasser schlagartig und nimmt kleine Fettpartikel mit. Diese kleinen Fettpartikel entzünden sich und es entsteht eine Fettexplosion. Die Folgen sind katastrophal: von Küchenbränden bis hin zu schlimmsten Brandverletzungen. Daher gilt:

Sollte einmal Fett in Ihrer Fritteuse oder Pfanne brennen, löschen Sie es auf keinen Fall mit Wasser, sondern setzen Sie einfach den Deckel des Küchengerätes auf und ersticken so die Flammen. Trennen Sie die Energiezufuhr, also ziehen Sie den Stecker der Fritteuse oder schalten den Herd ab. Anschließend sollten Sie sich vergewissern, dass sich das Feuer nicht schon bis in den Filter der Dunstabzugshaube ausgebreitet hat, da es dort reichlich Nahrung findet und sich schnell ausbreiten könnte. Falls alle Löschversuche scheitern, dann bringen sie sich und andere in Sicherheit und informieren Sie die Feuerwehr unter der Rufnummer 112. Mehr Infos siehe oben unter Notruf.

Wie kann ich einen Fettbrand verhindern?

  • Lassen Sie nie eine Fritteuse oder einen Topf mit Öl oder Fett unbeaufsichtigt!
  • Verwenden Sie nur gut getrocknetes Frittiergut.
  • Verbrauchtes, altes Fett sollten Sie rechtzeitig austauschen, da die Zündtemperatur bei diesem geringer ist. 

 

Feuerlöscher

Feuerlöscher sind nützliche kleine Helfer, die zur Bekämpfung von Entstehungsbränden sehr gut geeignet sind. Es gibt verschiedene Typen und Bauformen, die von Hersteller zu Hersteller verschieden sind. Generell werden Feuerlöscher in vier Grundtypen eingeteilt:

  • Pulverlöscher
  • Schaumlöscher
  • Kohlendioxidlöscher
  • Wasserlöscher

Da ein Feuerlöscher schon nach circa 12 Sekunden leer ist, ist ein sinnvoller und gezielter Einsatz wichtig. Daher unsere Tipps für einen effektiven Einsatz:

  1. Einen möglichst geeigneten Feuerlöscher verwenden
  2. Löscher entsichern
  3. Spritzpistole festhalten (Rückstoß!)
  4. Das Feuer in kurzen Stößen bekämpfen (nicht bei Flüssigkeitsbränden)
  5. Auf Rückzündung achten!

 


Siehe auch: Brandklassen


Informationen zum Eichenprozessionsspinner